Vom WorkFlow zum WorkStow…
Juni 1, 2010 um 5:05 Uhr… ist es nur ein ganz kleiner Schritt.
Früher, als ich anfing zu arbeiten… da hat man noch 80% der Zeit gearbeitet (ok ich geb’s ja zu, das ist geschönt, die “Meetings” und “Arbeitsgruppen” (Ha, ein weiteres Oxymoron) sind da mit eingerechnet), 15% mit Bürokratie verbracht und 5% mit Kaffee oder Zigarettenpausen.
Heute, nur zwölf Jahre später, verbringt man 60% der Zeit mit Bürokratie (da sind keine Meetings eingerechnet…) immer noch 5% mit verschiedenen Nebenpausen und/oder Gymnastik und 35% mit Arbeiten.
Ich weiß nicht ob das eine Folge der Jobdescription ist, die heute ja immer irgend eine Form von “Manager” oder “Management” beinhaltet… oder ob es das grundsätzliche Problem der IT ist, die heute ja keine Anwenderprobleme mehr löst, sondern immer neue generiert und sich damit den Job irgendwie selbst erhält.
Anbei ein typisches wenn auch stark vereinfachtes Beispiel des elektronischen WorkFlows - wenn, sagen wir mal… der Akku am drei Monate alten Laptop plötzlich nicht mehr als solcher arbeitet, da er beschlossen hat das Ende seines Lebenszyklus einzuleiten und die Spannung nur noch maximal fünf Minuten aufrecht erhält, bevor er einfach abschaltet und die Leistung verweigert.
1.) Otto-Normal Anwender wendet sich an seine örtliche IT Abteilung um den defekten Akku des 3-Monate alten Laptops zu reklamieren
2.) Otto-Normal Anwender bekommt eins auf den Deckel, weil er die örtliche IT nicht zu belästigen hat, sondern sich an den “International Helpdesk” wenden muss.
3.) Drei durchwühlte Schreibtische später hat der ONA dann die Telefonnummer lokalisiert, die der internationale Helpdesk hat und ruft dort an. In meistens halbwegs verständlichem stark osteuropäisch akzentuiertem Deutsch erfährt der ONA, dass er bitte per Email ein Ticket erstellen soll.
4.) ONA startet seinen Standard-Lotus Notes Mail Client der vorletzten Generation und findet nach einigem Probieren die richtige Emailadresse des internationalen Helpdesks für seinen Standort, nimmt diesen in die Favoriten im lokalen Adressbuch auf und schreibt den Schreibtisch in Osteuropa mit seinem Problem an. Nach einem PC Reboot mit eingestöpseltem Netzteil, da der Akku leider plötzlich den PC abgeschaltet hatte, klappt diesmal auch das Absenden an die gespeicherte Favoriten-Email des Helpdesks.
5.) ONA erhält eine automatisch generierte Email, die ihm verspricht, dass sein Problem in den nächsten 90 Tagen gemäß dem vereinbarten Service-Level-Agreement bearbeitet wird und ein Ticket erstellt wurde.
6.) Nach nur 14 Tagen erhält ONA eine Email, welche ihm freudestrahlend mitteilt, dass sein Ticket soeben erfolgreich geschlossen wurde, da er sich im falschen Workflow befände und statt einem Ticket im Online-IT-Service-Und-Scheißdreck-Shop namens “Fessel-IT” einen Ersatz-Akku beantragen soll.
7.) ONA befragt im Durchschnitt 3,14 Kollegen nach dem Link zum Intranet Tool “Fessel-IT”. Nach ca. 2 Stunden kramt irgendeiner der Kollegen den Link aus seinen 127 firmeninternen Tools und Workflow-FavoritenLinks und leidet mit dem ONA zusammen weiter.
8.) ONA hat die Fessel-IT Seite in seinem Windows Internet Explorer 7.x aufgerufen und nach einigen Updateversuchen eingesehen, dass die grausame Darstellung der Seite im Style “1810 war alles grau und homogen” nicht am fehlenden Firmenstandard Internet Explorer 8.x (der sich aufgrund der Update-Gruppenrichtlinien nicht installieren ließ) liegt, sondern tatsächlich so “altbacken” auftritt. ONA scheitert jedoch am Login, da er seine Personal Universal User ID nicht kennt.
9. Der gute und geduldige ONA hat nach weiterem Browsing im Intranet irgendwann den Link auf das Internationale Telefonbuch gefunden, welches zu jedem Namen auch die UUID anzeigt. Mit Hilfe seiner UUID und seiner internen Emailadresse aus Lotus Notes war er schließlich nach einem halben Tag probieren in der Lage über eine “Passwort generieren” Webseite, welche zum Glück von Fessel-IT aus verlinkt war - ein Passwort zu erstellen und in seiner Lotus Notes SPAM-Inbox zu finden und sich einzuloggen.
10.) ONA hat im Fessel-IT Online Produkt & Service Katalog jegliche Schreibweise von Akku und Laptop samt “erweiterter Suche” ausprobiert, aber leider kein Produkt gefunden.
11.) ONA schreibt an die in den Favoriten des Adressbuchs hinterlegte Emailadresse des International Helpdesk eine Nachricht, mit der Frage, wo denn ein Zusatz oder Ersatzakku in Fessel-IT Online zu finden sei.
12.) ONA erhält eine automatisch generierte Email, die ihm verspricht, dass sein Problem in den nächsten 90 Tagen gemäß dem vereinbarten Service-Level-Agreement bearbeitet wird und ein Ticket erstellt wurde.
13.) Nach sieben Werktagen beantwortet ihm jemand sein Ticket (und schließt dieses sofort) mit dem Hinweis “D630″ in der Suche einzugeben.
14.) ONA loggt sich erneut in Fessel-IT ein und erhält nach Eingabe von “D630″ in der Suchmaske tatsächlich drei Produkte. Einen Standardakku, einen Zusatzakku und ein Netzteil. Er beschließt den Standardakku auszuwählen und schafft es nach einigem “googeln” und “probieren” und dem Deaktivieren des Popup-Blockers diesen in seinen Warenkorb zu platzieren. Überglücklich schließt er alle Fenster mit “Ok” und loggt sich aus.
15.) Ca. drei Wochen später beschließt ONA einmal den Status zu überprüfen, kann in Fessel-IT aber nirgendwo seinen Auftrag wiederfinden.
16.) ONA schreibt an die in den Favoriten des Adressbuchs hinterlegte Emailadresse des International Helpdesk eine Nachricht, mit der Frage, wo er in Fessel-IT den Status seines Auftrages einsehen kann, denn nach der knappen Beschreibung die er irgendwann von einem Kollegen erhalten habe, müsse jeder Auftrag vor der Ausführung genehmigt werden… und er wolle einmal nachschauen wo es klemmt.
17.) ONA erhält eine automatisch generierte Email, die ihm verspricht, dass sein Problem in den nächsten 90 Tagen gemäß dem vereinbarten Service-Level-Agreement bearbeitet wird und ein Ticket erstellt wurde.
18.) ONA erhält nach nur vier Tagen den Hinweis, dass er keine Aufträge in Fessel-IT vorliegen hat.
19.) ONA fängt langsam an zu verzweifeln und fragt sich wieder einmal durch 3/4 seiner Abteilung und erfährt schließlich, dass man nach dem Einfügen in den Warenkorb die Fenster nicht mit “Ok” schließen darf, sondern in einem der PopUp Fenster nach unten scrollen und den Button “Auftrag absenden” anklicken muss - und anschließend erst das Fenster mit “OK” schließen darf. Leicht frustriert wiederholt ONA Schritt 14 - und kann im Anschluss tatsächlich einen Status einsehen. In der Statuskette muss sein Vorgesetzter den Auftrag bestätigen, bevor er weitergeleitet wird. Da inzwischen nur noch ein Arbeiten an der Docking Station möglich ist, schreibt er seinem Vorgesetzten eine Email mit der Bitte den Auftrag zeitnah zu bearbeiten.
20.) Der Vorgesetzte ruft den ONA an und fragt nach, was er denn für 102,- Euro kaufen möchte, da er nur die Summe, aber nicht die Ware sehen könne. Nach einem klärenden Gespräch setzt der Vorgesetzte den Status auf “Genehmigt” und ONA kann online verfolgen, dass nun der Abteilungs- bzw. Kostenstellenleiter den Vorgang genehmigen muss.
21.) Nur zwei Werktage später ist der Workflow einen Schritt weiter und nun bei einem Kollegen aus dem Controlling, der noch am gleichen Tag ebenfalls seine Genehmigung erteilt, aber die falsche (weil fehlende) Kostenstelle anmahnt.
22.) Ein Telefonat mit dem Controller ergab, dass ONA gar keine Kostenstelle eingeben kann, sondern diese im System hinterlegt ist. Der Controller plant ein entsprechendes IT-Ticket zur Korrektur abzusenden.
23.) Die outgesourcte IT Abteilung genehmigt nun ihrerseits den Vorgang in Fessel-IT und leitet den Auftrag an ihren IT Einkauf weiter.
24.) Sechs Wochen später erhält ONA einen Anruf aus dem Wareneingang, ein Packet von DELL sei eingetroffen. Freudestrahlend nimmt er wenig später selbstständig den neuen Akku in seinem Latitude D630 in Betrieb.
25.) Vier Wochen später erhält der ONA eine Rechnung von DELL über 102,- Euro. ONA gibt diese irritiert bei seiner Assistentin ab.
26.) Per Hauspost ist die identische Rechnung erneut im Posteingang von ONA, diesmal mit dem freundlichen Vermerk sie zu kontrollieren und abzuzeichnen. ONA tut dies und leitet sie erneut an seine Assistentin weiter.
27.) Nach weiteren vier Wochen wird der ONA vom Controlling per Email angemahnt, dass er im “electronical WorkFlow” noch nicht reagiert habe und die offene(n) Rechnung(en) nicht bezahlt werden können. ONA sucht und fragt sich durch die Abteilung und findet schließlich im SPAM Ordner eine Mail von einer Datenbank mit einem Link auf sich selbst - hinter der sich tatsächlich eine Rechnung als PDF verbirgt.
28.) ONA studiert die 45 Seiten lange Anleitung und ist schließlich genau so schlau und ratlos wie nach dem ersten Öffnen der Datenbank, welche noch nicht einmal ein Passwort zum Login wollte. Die Rechnung entpuppte sich als die von ONA unterzeichnete, eingescannte Rechnung von Dell über einen Akku. Da die Abwicklung des “electronical WorkFlow” ein Rätsel zu bleiben scheint, die Rechnung selbst aber in Ordnung zu sein scheint, bestätigt der ONA einfach alle aufkommenden Fragen und trägt als “Approver” seinen Kostenstellenleiter ein, der schon beim Bestellvorgang in Fessel-IT in der Ablaufkette stand.
29.) Der Kostenstellenleiter approved den WorkFlow im aktuellen Vorgang und gibt die Rechnung an Controlling zur Bezahlung frei. Anschließend bestellt er den ONA zu sich ins Büro und stellt ihn zur Rede, warum er für 102,- Euro einen neuen Akku kauft, wenn der andere doch nur 3 Monate alt war und danach offensichtlich defekt. Dies müsse über ein “Incident-Ticket” als Garantiefall geregelt werden, denn dann wäre der Austausch der Hardware kostenlos und es fallen keine Servicegebühren in Höhe von 90-120 €uro je Ticket an.
30.) ONA versucht bis heute herauszufinden, wie der Incident-Prozess genau aussieht und welchen Abläufen und Schritten er dabei folgen muss. Alles was er finden konnte beginnt mit “Schreiben Sie eine Email an den International IT Helpdesk…”
Gott sei dank ist heute alles so schön schnell und effizient.
Kein Herumgerenne mit ausgedruckten Materialanforderungen und Bestellungen mehr, die man erst von zwei Leuten unterschreiben und genehmigen lassen musste, bevor man sie in den Posteingang des Einkaufs legen durfte. Heute geht alles vom eigenen Schreibtisch in elektronischer Form und für jedes Problem gibt es ein passendes Tool…
Facebook: Es ist kostenlos und jeder kann beitreten…
Mai 26, 2010 um 12:45 UhrHessen spart an der Bildung
Mai 17, 2010 um 5:09 UhrDieser Titel ist weder erstaunlich - noch neu, kann man doch das Ergebnis vergangener Sparaktionen im heutigen hessischen Landtag bewundern. Ob Koch oder Ypsilanti - es ist und bleibt erschreckend beängstigend.
Natürlich kann man nicht alle Abgeordneten über einen Kamm scheren - könnte man das - hätte sich die Bevölkerung sicher schon längst schlagartig dieser Personen entledigt und sie irgendwohin, vermutlich ins bayrische Ausland abgeschoben.
Statt dessen suchen die Studenten weiterhin verzweifelt nach Möglichkeiten abseits einer Party einen Grund zu finden, nicht im Hörsaal verkümmern zu müssen. Also auf hopphopp - zum Bildungsstreik 2010.
Ja - ich war auch an der Uni in Frankfurt als diese mal wieder bestreikt wurde - und dem ein oder anderen Plakat nach zu urteilen sind einige Vertreter der Streikzunft schon seit mehreren Jahren erfolgreich dabei, ihre Bildung zu bestreiken. Von wirklich unsinnigen Forderungen bis zu peinlichen Rechtschreibfehlern war alles vertreten… aber natürlich ist die Grundaussage richtig…
2009 kämpfte man vor allem gegen die Studiengebühren - 2010 gegen die geplanten Sparmaßnahmen. Könnte man das nicht auch kombinieren? Studiengebühren komplett abschaffen - da sparen zum einen die Studenten, zum anderen müßen die Unis aufgrund fehlender Einnahmen ja auch sparen… was, wie meinen?… Verstehe ich nicht… was meinst Du mit “falscher Logik”?
Egal. Das Fazit ist doch einfach:
An unserer Bildung wird doch schon ewig gespart, die erfolgreichsten Ergebnisse vergangener Sparkurse sitzen heute im Land- und Bundestag und meinen es nur gut mit uns - und der Zukunft. Ich meine… selbst eine Andrea Ypsilanti erschafft das Oxymora neu und veröffentlicht eine “Denkschrift”. Naja, zumindest behauptet sie dass, denn veröffentlicht ist die Denkschrift nicht, aber man kann sie ja mal anfordern.
Derweil mußte ich feststellen, dass vermutlich aufgrund der Studiengebühren der ein oder andere Stuhl im Hörsaal leer geblieben ist, nicht jeder hat eben reiche Eltern… oder einen Vater, der noch nicht mindestens 2x geschieden ist und 2 Frauen und diverse Kinder per Unterhalt versorgt. Da bleibt leider nicht mehr genug Kohle hat, um auch noch ein Studium zu finanzieren.
Also lieber ein paar Milliarden mehr nach Griechenland, statt ein paar Millionen in die Bildungseinrichtungen (und damit meine ich nicht die Poststelle der BILD) zu stecken.
Nur, mal so unter uns… an WAS wollen wir denn in (Hoch-)Schulen noch sparen…?
Die Mensa ist in der Regel schon am direkten Scheideweg zum Massenmord durch Volksvergiftung, die Lehrkörper sind meist ausgelaugte Leerkörper älterer Generationen - oder in der freien Wirtschaft gescheiterte Existenzen die nun eine “Beratungs-Ich-AG” mit Lehrauftrag verknüpfen, die technische Ausstattung entspricht der letzten Austellung des Amerikanischen Historischen Museums…
Dann… bleibt für das Bildungssparprogramm 2010 wohl nur das Sparen am Lehrstuhl:
Browser Spiele
November 29, 2009 um 10:11 UhrEs gibt mittlerweile hunderte von Browserspielen auf dem Markt, das meiste davon ist Schrott und nur wenige Perlen sind dabei.
Eine dieser Perlen könnte ein Sci-Fi Browsergame sein, welches von einer Firma deren Logo zwei Augen sind, entwickelt und betrieben wird.
Dummerweise ist es aber nicht nur das Spiel als solches, oder die verwendete Technik welches es zu einem Meisterwerk werden läßt, sondern das Gesamtbild.
Dazu gehören die gegen bares Geld erkaufbaren Spielvorteile, welche derart ausgeglichen sein sollten, dass sie den Ablauf des Spieles nicht zu sehr verzerren. Genauso benötigt es eine gute Kommunikation mit den Spielern und vor allem einen engagierten Support.
Dummerweise verkümmert die mögliche Perle von der ich spreche zu einem häßlichen Kieselsteinchen, denn dem Support mangelt es nicht nur an Verständnis des eigenen Spieles, der Fähigkeit sich sprachlich auch verständlich für den Durchschnittsspieler auszudrücken, sondern scheinbar auch gehörig an Intelligenz.
Mittlerweile habe ich eine (Un-)Menge Support-Tickets geschrieben und in vielleicht 15-20 Prozent ist das Ergebnis brauchbar, oder verständlich - oder wenigstens nachvollziehbar. In den anderen Fällen zweifle ich stark daran, dass mein Supportgegenüber jemals gelernt hat, diese schwammige Ding unter der eigenen Schädeldecke überhaupt einzusetzen.
Ein (reales) Ticket:
Titel: “Flotte mit Bug - nicht angreifbares Ziel”.
Text des Tickets: “Hallo,
ich habe hier eine gegnerische Flotte (Kriegsgegner), welche sich mit allen zur Verfügung stehenden Spieloptionen nicht angreifen läßt. Es startet einfach kein Kampf. Meine und die feindliche Flotte stehen friedlich auf den gleichen Koordinaten.
Betroffene Flotte:
Fleetname: “You are a loooooser baby”
Coordinates: “2226:43:12:12″
Owner: “acefoxhunt”
Antwort des Supports:
“Du mußt mir schon scheiben, um welche Flotte es sich handeln.”
-> Gluckgluck, und weg war der Kieselstein.
Zum Glück gibt es noch andere Spiele am Horizont. Zum Beispiel das hier: http://www.omega-day.de
SKV Hainhausen: Wenn der Vorstand tagt, sind (zahlende) Gäste in der Gaststätte unerwünscht.
Juli 1, 2009 um 9:01 UhrDie Gaststätte der SKV Hainhausen (Rodgau) besticht seit nunmehr 21 Jahren immer wieder mit ausgezeichnetem Essen und gutem Servicepersonal. Eine Gaststätte, die schon lange nicht mehr nur als Geheimtipp gilt, da auch die Preise dort erschwinglich sind und somit ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Bis heute war ich auch immer hochzufrieden… aber an meinem Geburtstag musste ich nun erschreckendes lernen: Wenn der Vorstand des SKV Hainhausen tagt, sind Gäste in der Gaststätte unerwünscht.
Eigentlich wollte ich gemütlich meinen Geburtstag beim wie gewohnt ausgezeichneten Essen in der SKV Gaststätte ausklingen lassen. Nachdem ich aufgrund einer Klausur in der Universität leider heute keine Feier veranstalten konnte, sollte das ausgezeichnete Steak dem Abend doch noch einen besonderen Ausklang verschaffen.
Leider tagte auch gerade der Vorstand des SKV Hainhausen, welcher anscheinend keine weiteren zahlenden Gäste für seinen (unschuldigen) Pächter während einer Vorstandssitzung wünscht.
In all den Jahren, in denen ich regelmäßig essen gehe, ist es mir noch nie passiert, dass ich ohne jegliche Warnung oder Hinweis -oder einer freundlichen Bitte- aus heiterem Himmel angebrüllt wurde, den Saal zu verlassen.
“Wir haben hier heute eine Sitzung, seid gefälligst leise oder geht raus!”
Und das, in einem gebrüllten Tonfall, der mich zum sofortigen Vereinsaustritt bewegt hätte, wäre ich dort ein Mitglied.
So nahm es mir nur die noch zu treffende Entscheidung ab, der Schützenabteilung des Vereins beizutreten, oder Mitglied in einem gänzlich anderen Verein zu werden. In dieser Hinsicht also ein Dankeschön an den Vorsitzenden, denn der Fisch fängt bekanntlich am Kopf zu stinken an.
Wir saßen zum Zeitpunkt des Überfalls zu zweit an unserem Tisch im “Raucher Kolleg” und unterhielten uns in normalem Ton - in einem Kolleg, der nicht als “reserviert” oder belegt gekennzeichnet war.
(Dummerweise waren wir aus der Terrasse nach drinnen gewechselt, da es anfing zu tröpfeln… Andererseits bewahrte mich das Schicksal so davor, hier samt meinem Bruder zahlendes Vereinsmitglied zu werden. Aus dieser Sichtweite also danke schön.)
Da mein Bruder und ich im Gegensatz zum Vereinsvorstand über eine etwas sozialere und menschenfreundlichere Erziehung verfügen, sind wir auch tatsächlich ohne etwas passendes zu erwidern zurück auf die Terrasse gewechselt. Hauptsächlich allerdings dem Pächter zu Liebe. Wäre es ein mir fremdes Lokal gewesen, - und der Schreihals wäre mir auch dort als Vorstand des Vereins dem das Lokal gehört bekannt gewesen, hätte ich dieses direkt verlassen.
Eine entsprechende Beschwerde über das Verhalten des Vorstanden äußerten wir gegenüber dem Servicepersonal, was uns in kürzester Zeit die Wirtin an unseren (neuen) Tisch brachte. Sie entschuldigte sich auch vielmals - und es gab immerhin einen guten Grappa auf Kosten des Hauses.
Das Essen und der Service insgesamt war auch in der Tat wie immer ausgezeichnet, jedoch empfehle ich jedem Gast an jedem ersten Mittwoch eines Monats entweder woanders essen zu gehen, oder einfach mal mit einem laut grölenden Musikverein anzurücken.
Scheinbar scheint der “Eigner” der Räumlichkeiten nämlich neben fehlenden Umgangsformen auch keinerlei Bezug zum lebenswichtigen Tagesgeschäft des Restaurantpächters zu besitzen.
Mich wird man jedenfalls Mittwochs zu Monatsbeginn nicht mehr in der SKV Gaststätte antreffen. Zumindest nicht solange an diesem Tag dort der Vorstand tagt.
Green-IT… Ich glaub’ ich steh’ im Wald…
Juni 30, 2009 um 3:50 UhrThat hurts.
März 4, 2009 um 11:40 UhrAnd I’m not talking about the building(s) in Cologne, which crashed because of subway construction and destroyed human life and hundreds of historical documents, all older than the USA.
(Source: http://www.thelocal.de/gallery/417/10/, picture taken by DPA)
Hopefully, this accident finally stopped the subway construction through old downtown of Cologne.
The residents are fighting against the new subway line for several years now, because three years ago (only a few hundred meter away) an old church almost crashed into the ground.
Sadly enough that people have to die before something is changed.
Anyway… today was the first day of the new semester. I stopped working at 4:30 to be at the university at 6 PM. Usually thats enough time. 30 minutes to drive - and about one hour to find a parking space. Yeah, I HATE Frankfurt…
But - things never happen like they are supposed to.
I got stuck in traffic and reached the town boundary at 6:45.
Of course, I was still in need to find a parking lot. After a single turn around the Palm Garden and the complete campus, I decided to head home.
Nice first day of the new semester. I already like it…
To make the day well, I grabbed my guitar to learn something else.
Do you think it’s time for a break?
Being Green is a Packers thing
März 3, 2009 um 5:44 UhrSince web 2.0, which probably started with sites like Facebook and MySpace, half of the internet is full of social networks of any kind and interest. Weiterlesen »
The other 50 percent are shared between the porno industry and the blog world, creating over 1.000.000 pages of electronically trash every day.
Of course, it was just a matter of time until large companies like the one I am working for (more than 170.000 staff members) would jump on the bandwagon.
Bezahlkumpel? Bezahlen = ja, Kumpel = Nein!
März 2, 2009 um 5:42 UhrIt’s already 2nd of March, which means I’m late in getting a birthday present for my father, which happens to be on this Sunday. Weiterlesen »
I’m not someone who spent hours after hours in some malls, looking for the right thing. I’m someone who’s starting an Internet search engine to compare the costs of the neat present at different online stores who have a good reputation.
After I found the right one, I just fast and forward through the “Buy Now” process, usually using PayPal - because it’s really fast and my distributor gets his money right away, so he’s going to ship my order.
Well. Not today. I got stuck in something called “Security Review”.














