Hessen spart an der Bildung
Dieser Titel ist weder erstaunlich - noch neu, kann man doch das Ergebnis vergangener Sparaktionen im heutigen hessischen Landtag bewundern. Ob Koch oder Ypsilanti - es ist und bleibt erschreckend beängstigend.
Natürlich kann man nicht alle Abgeordneten über einen Kamm scheren - könnte man das - hätte sich die Bevölkerung sicher schon längst schlagartig dieser Personen entledigt und sie irgendwohin, vermutlich ins bayrische Ausland abgeschoben.
Statt dessen suchen die Studenten weiterhin verzweifelt nach Möglichkeiten abseits einer Party einen Grund zu finden, nicht im Hörsaal verkümmern zu müssen. Also auf hopphopp - zum Bildungsstreik 2010.
Ja - ich war auch an der Uni in Frankfurt als diese mal wieder bestreikt wurde - und dem ein oder anderen Plakat nach zu urteilen sind einige Vertreter der Streikzunft schon seit mehreren Jahren erfolgreich dabei, ihre Bildung zu bestreiken. Von wirklich unsinnigen Forderungen bis zu peinlichen Rechtschreibfehlern war alles vertreten… aber natürlich ist die Grundaussage richtig…
2009 kämpfte man vor allem gegen die Studiengebühren - 2010 gegen die geplanten Sparmaßnahmen. Könnte man das nicht auch kombinieren? Studiengebühren komplett abschaffen - da sparen zum einen die Studenten, zum anderen müßen die Unis aufgrund fehlender Einnahmen ja auch sparen… was, wie meinen?… Verstehe ich nicht… was meinst Du mit “falscher Logik”?
Egal. Das Fazit ist doch einfach:
An unserer Bildung wird doch schon ewig gespart, die erfolgreichsten Ergebnisse vergangener Sparkurse sitzen heute im Land- und Bundestag und meinen es nur gut mit uns - und der Zukunft. Ich meine… selbst eine Andrea Ypsilanti erschafft das Oxymora neu und veröffentlicht eine “Denkschrift”. Naja, zumindest behauptet sie dass, denn veröffentlicht ist die Denkschrift nicht, aber man kann sie ja mal anfordern.
Derweil mußte ich feststellen, dass vermutlich aufgrund der Studiengebühren der ein oder andere Stuhl im Hörsaal leer geblieben ist, nicht jeder hat eben reiche Eltern… oder einen Vater, der noch nicht mindestens 2x geschieden ist und 2 Frauen und diverse Kinder per Unterhalt versorgt. Da bleibt leider nicht mehr genug Kohle hat, um auch noch ein Studium zu finanzieren.
Also lieber ein paar Milliarden mehr nach Griechenland, statt ein paar Millionen in die Bildungseinrichtungen (und damit meine ich nicht die Poststelle der BILD) zu stecken.
Nur, mal so unter uns… an WAS wollen wir denn in (Hoch-)Schulen noch sparen…?
Die Mensa ist in der Regel schon am direkten Scheideweg zum Massenmord durch Volksvergiftung, die Lehrkörper sind meist ausgelaugte Leerkörper älterer Generationen - oder in der freien Wirtschaft gescheiterte Existenzen die nun eine “Beratungs-Ich-AG” mit Lehrauftrag verknüpfen, die technische Ausstattung entspricht der letzten Austellung des Amerikanischen Historischen Museums…
Dann… bleibt für das Bildungssparprogramm 2010 wohl nur das Sparen am Lehrstuhl:












