Dezember 19, 2008 um 12:00 Uhr
(English Version)
Ich hatte wirklich gehofft, die Gesichter von Koch und Gümbel oder irgendwem sonst, nicht an jeder zweiten Hauswand sehen zu müssen, da dies jegliche Weihnachtsstimmung versaut. Allerdings, es ist Weihnachtszeit - und nicht “Wünsch Dir was”-Zeit.
Gestern kam die Plage dann über Hessen. Die SPD macht mir mit ihrem Slogan “Die Roten kommen zurück” gleich einmal Angst. Insbesondere, wenn ich mir so die letzten Nachrichten anhöre, dass da ein RAF Terrorist (und neunfacher Mörder) aus dem Gefängnis entlassen wurde.
Die SPD hat es bisher ganz klar gezeigt: Sie sprechen mit Schlangenzunge.
Ich habe alle Rechte der Welt mir Sorgen zu machen, wenn ich lese “Die Roten kommen zurück.”
Die schwarze Partei wünscht dagegen erstmal nur ein “Frohes Neues Jahr und Fröhliche Weihnachten.” Ich frage mich, ob sie es dabei belassen, oder nach dem 6. Januar neue Slogan kommen. Schließlich ist die Neuwahl nur zwei Wochen später.
Ah, ich hasse meine Situation. Nein, ich spreche jetzt nicht über die Plakatgesichter, über welche ich ko**en könnte. Ich spreche über die Wahl selbst. Ich muss wählen zwischen etwas grausamen und etwas schrecklichem. Ich bin verdammt.
Dezember 6, 2008 um 12:00 Uhr
(English Version)
Fast jeder Ökonom ist gerade dabei Weihnachten und Neujahr mit seinen schrecklichen und vernichtenden Vorhersagen über die Deutsche Wirtschaft zu töten. Die Leute werden keine Weihnachtsgeschenke kaufen, weil sie zitternd vor Angst unter ihrem kleinen Weihnachtsbaum sitzen werden und all ihr Geld sparen, um sich im Januar etwas zu Essen kaufen zu können - was nicht leicht ist, ohne Arbeit.
Die Ökonomen sagen einen Einbruch des BSP zwischen einem (bester Fall) und vier (realistischer Fall) Prozent vorher. Der einzige Weg das zu verhindern: Die Steuern unverzüglich senken.
Zum Beispiel die Mehrwertsteuer zurück von 19% auf 16%, zumindest für ein Jahr lang. Andernfalls ist die große Rezession nicht länger vermeidbar und der große Crash wird jeden treffen wie der Meteroid die Dinosaurier.
Anstatt darauf zu hören, spielt Merkel weiter Völkerball. Statt die Steuern zu senken, gehen die Politiker her und senken den Bierkonsum, indem sie Geld für eine Kampagne von Bildern mit ohnmächtigen Teenagern in Pfützen von Erbrochenem ausgeben. Ich bin sicher, das hilft.
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Gerade gehört:
Puke Pile
Von Screaming Afterbirth |
Dezember 3, 2008 um 1:33 Uhr
(English Version)
Aktuelle Stimmung:
erheitert
Dank der CDU, wird jeder in der Welt diese Tatsache in naher Zukunft nun endlich lernen:
Deutsche sprechen Deutsch (in Deutschland).
Nie mehr dumme Fragen für Austauschschüler im Ausland: “Welche Sprache sprecht Ihr eigentlich in Deutschland?”
Nie wieder Bayern, welche die Grenze in Dein Land übertreten und Chinesisch sprechen und es dann einen “Dialekt” nennen.
Niemals mehr amtsdeutsches BlaBlaBla, nur noch klare Worte und einfacher Text.
Und wann immer sich irgend jemand nicht an diese Regel hält, ziehst Du einfach das Gesetzbuch hervor: Deutsche sprechen hochoffiziell Deutsch in Deutschland.
Danke Frau Bundeskanzler. Das ist eine großartige Idee, viel besser als Steuersenkungen, um damit die Wirtschaft anzukurbeln.
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Gerade gelesen:
German: How to Speak and Write It (Beginners’ Guides)
Von Joseph Rosenberg
Erscheinungsdatum: Am 11.09.2008 |
November 29, 2008 um 1:31 Uhr
(English Version)
Aktuelle Stimmung:
störrisch
“Hey, was macht Ypsilanti in München?” Das war mein erster Gedanke, als ich diese Schlagzeile gelesen habe, aber sie ist immer noch in Hessen.
In der Tat, es handelte sich um einen echten Affenkopf, den der Zoll am Münchner Flughafen in einem Paket aus Südafrika gefunden hat.
Der Kopf des armen Tieres wird nun von einer Spezialfirma vernichtet und verbrannt, um weitere (?) Schäden an der menschlichen Gesundheit zu verhindern.
Die Zollbehörde ist sich ziemlich sicher, dass es sich bei dem Kopf um den einer geschützen Art handelt, deswegen werden sie rechtliche Schritte sowohl gegen den Absender als auch den Empfänger einleiten. Während ich mir ziemlich sicher bin, dass die deutschen Behörden gegenüber dem Absender in Südafrika relativ machtlos sind, könnte es für den Empfänger ernster werden, wenn er nicht nachweisen kann, dass es sich bei dem Affenschädel nicht um seinen Kopf handelt.
Natürlich hoffe ich sie können ihn zur Rechenschaft ziehen, wenn sich herausstellt, dass er ein Madenverseuchter-Kopf-Sammler-geschützer-Affen ist, aber ich frage mich auch was wohl passieren würde, wenn ich in China ein paar Schnecken-Schniedel bestelle und sie an das Büro der SPD addressiere…
November 24, 2008 um 9:21 Uhr
(English Version)
Es ist dieser Tage wirklich richtig schwer, im deutschen Bundesland Hessen zu leben. Wir sind quasi das New Jersey von Deutschland - und ich spreche nicht über den Palmengarten.
Jeder zweite Witz den ich im Radio oder von irgend jemandem von sonstwo höre, ist über Hessen. Zum Glück kann ich sagen, dass ich hier nur wohne, aber nicht hier geboren bin. Das macht es ein klein wenig leichter.
Aber hast Du die erste Debatte zwischen Koch und Gümbel gesehen? - Es ist eine Schande. Thorsten Schäfer (wer?) sagte, wenn dies ein Schönheitswettbewerb wäre, würde er ihn mit Sicherheit gewinnen.
OMG! Ich bin auch ein Mann, was es ein bißchen schwerer macht zu sagen “Der Kerl ist aber eine Schönheit” - aber ich würde die beiden im allersten Casting rausschmeißen und zu “Das Model und der Freak” schicken. Aber ich bin menschenfreundlich, das schließt Models mit ein.
Dieser Start der Kampagne macht mir Angst. Ich meine, ich weiß längst, dass ich von Dummheit umgeben bin, aber ich denke ernsthaft über einen Umzug nach. Selbst Wisconsin wäre einen Versuch wert.
Gerade gelesen:

The 15 Biggest Lies in Politics
November 22, 2008 um 3:37 Uhr
(English Version)
Kanzlerin Merkel warnte uns heute, dass 2009 voll von schlechten Wirtschaftsnachrichten sein wird.
Ich bin mir nicht sicher wovon sie spricht, denn momentan bekommt doch jede Bank oder jeder Autohersteller, der Millarden in die Mülltonne gewirtschaftet hat, alles vom Staat zurückgezahlt. Vielleicht will die Regierung damit in 2009 aufhören? Klingt ein wenig nach “wer zuerst kommt, mahlt zuerst”. Die ersten bankrotten Firmen bekommen Milliarden, die zweiten bekommen nichts, selbst wenn sie aufgrund der Finanzkrise in Probleme geraten sind, und nicht durch schlechtes Managment.
Natürlich könnten auch die leeren Staatskassen ein Grund sein.
Aber ich persönlich denke: Merkel hat herausgefunden, dass ich meine persönliche Bank eröffnen wollte, um meinen eigenen Automobilhersteller in 2009 zu gründen.
Verdammt!
Gerade gelesen:

Heartland: How to Build Companies as Strong as Countries
November 17, 2008 um 5:29 Uhr
(English Version)
Obwohl ich jetzt eigentlich daheim sitzen und heulen sollte weil ich mein Auto immer noch nicht wieder habe, bin ich trotzdem am Montag morgen zur Arbeit gefahren.
Als eine Frohnatur - ich selbst sein - gab es nichts auf der ganzen Welt, dass mich irgendwie an mein (fehlendes) Auto erinnern könnte. Es fuhr kein anderer Opel auf der Straße - und da war auch kein alter Opa in seinem Opel Commodore auf der Straße, der direkt vor meiner Nase herumgeschneckt ist. Nein, das habe ich nur geträumt.
In meinem 25 Jahre alten Leihwagen Radio hörend (das ist etwas was ich tun muss, den man kann das Ding nicht ausschalten oder stumm stellen, es schaltet sich nach wenigen Sekunden einfach von selbst wieder ein), bekam ich ein paar Bruchstücke eines Werbespotts mit: (Inhaltliche Wiedergabe):
“Kaufe Deinen neuen Opel heute! Die Opel Qualitätsoffensive: Mit sechs Jahren Herstellergarantie! Zahle 50% heute und 50% in 2010!”
Diesem Spott folgte im direkten Anschluss ohne weitere Unterbrechung die Schlagzeile aus den Nachrichten:
“Opel benötigt kurzfristig 2 Millarden Euro. Wird die Regierung Opel vor drohender Zahlungsunfähigkeit retten?”
Ich nenne dies mal: Opel Produktwerbung Platzierung: Fehlgeschlagen!
Ok, Fehlschlag ist ein gutes Stichwort um wieder mal auf die Deutschen Politiker zu sprechen zu kommen.
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November 16, 2008 um 6:23 Uhr
(English version)
Eine neue deutsche Studie belegt, dass Menschen die sich scheiden lassen, um Jahre eher sterben als andere. Dies stellt sie gleich mit Rauchern, Obdachlosen und den schlechter Gebildeten.
Faßt man all dies zusammen, wundere ich mich, warum ich noch da bin. Vielleicht liegt das an einer anderen Regel:
Nur die Guten sterben jung. Das ist der Grund, warum die Unsterblichkeit für das größte allen Übels reserviert ist.
Zieht man dies in Betracht, sollte ich mit meinem neusten Plan der Weltherrschaft fortfahren. Deshalb habe ich mir auch grade zwei neue www-Domains registriert. Sie sind Teil meines teuflischen Plans.
Als erstes werde ich unseren blöden Bürgermeister los - indem ich nächstes Jahr seinen Job an mich reiße.
Nächster Schritt: Ministerpräsident von Hessen. Dank Ypsilanti (und Koch), kann es kaum schlimmer kommen, was meine Chancen zum Himmel erhebt.
Ha! Es ist so einfach böse zu sein…
…aber noch leichter aufzuwachen. Verdammt, blöder Wecker.
November 11, 2008 um 3:25 Uhr
(English Version)
Während Ypsilanti immer noch an ihrem Stuhl der Macht klebt, wird sie dennoch nicht der “Alte-Neue” Kandidat für die Hessen-SPD für die kommenden Neuwahlen im Januar 2009 sein.
Thorsten Schäfer-Gümbel, ein Name den Du vermutlich noch niemals vorher gelesen oder gehört hast, wird die neue Hoffnung der roten Partei.
Meiner Meinung nach ist das großartig. Ypsilanti ist immer noch da draussen, da sie nie wirklich von ihren Ämtern zurückgetreten ist. Und das wissen die Leute, die werden nicht 2x so dumm sein.
Der neue Mann an der Front ist ein totaler Niemand. Ein Niemand kandiert also als Ministerpräsident. Während der Anarchie der letzten Monate, haben die Bürger zum Glück eine Menge über die SPD und Ihr Lügenpaket gelernt. Insbesondere lernten sie eine Menge über Ypsilanti und ihren (politischen) Charakter. Selbst die kommende gewaltige 60-Tage Wahlkampagne wird die Wähler das nicht vergessen lassen.
Meine Vermutung ist, Herr Niemand wird die Wahl verlieren. Das Ergebnis daraus ist, niemand in Hessen wird verlieren.
Die Leute können nur gewinnen, selbst wenn es bedeutet dass Roland Koch erneut mit einer absoluten Mehrheit Ministerpräsident von Hessen wird. Liebe SPD, vielen Dank für diese nette Selbstzerstörung. Ich bin dankbar, dass ihr das getan habt.
November 6, 2008 um 5:56 Uhr
(English Version)
Lieber Bürgermeister von Rodgau.
Im Grunde vor einem Jahr war ich über Sie - und ihre politische Arbeit - amüsiert. Sie waren soooo großartig für unsere Stadt, das ist einfach erstaunlich.
Während Sie jeder haßt, habe ich es geliebt Ihnen einfach zuzusehen und jedem zu sagen: ‘Ich habe es euch gleich gesagt. Das ist nun unser Bürgermeister. Du hast ihn gewählt, es ist Dein Fehler - also halt jetzt einfach die Klappe.‘
Aber selbst ich bin ein klein wenig traurig und enttäuscht. Natürlich nicht über Sie.
Ich kann einfach nicht aufhören zu lachen: Jedesmal wenn ich die Lokalzeitung lese, ist sie voll von diesen interessanten Schlagzeilen - und alles über Sie. Jede Partei versucht Sie auf’s Korn zu nehmen und Ihnen ein Auge auszuhaken.
Ich bin traurig über Ihren Webmaster. Dieser Knilch hat doch tatsächlich jetzt ihre Webseite geschlossen.
Na gut, sie hatte sich auch nicht nur um ein einziges Bit geändert, als der Admin sie abschaltete…
Es ist nur meine Vermutung: Der Vertrag für die Domain ist ausgelaufen - oder jemand hat vergessen die Rechnung zu bezahlen.
Ja, ich denke es besteht eine realistische Chance, dies war der Grund.
Ich meine, da sind so viele Firmen in unsere Nachbarstädte abgewandert, z.B. der Bäcker ‘Bauder’… der seine Steuern nun “nebenan” bezahlt…
Jepp, ich bin nicht überrascht von Ihrem neuesten Masterplan. Ich denke es ist eine gute Idee ein paar hundert Anwohnern einen 20 Jahre alten Lärmschutzwall als Erschließungskosten in Rechnung zu stellen. Das war ein kluger Zug. Ich wette, sie haben plötzlich eine Menge neuer Freunde.
Aber da ist eine Sache, die Sie nicht vergessen sollten:
Bürger können auch in eine Nachbarstadt abwandern. Seligenstadt und Hainstadt sind gerade schön am Wachsen - und schau mal auf die Städtischen Gebühren dort. Die sind tatsächlich gesenkt worden…
Oh, und fast hätte ich meine zweite Überlegung vergessen - denken Sie doch mal da dran:
Sie wurden 2003 zum Bürgermeister gewählt - und ich wette Sie können bis sechs zählen. Was denken Sie?
Wer wird erneut für Sie stimmen, wenn sogar die eigene Partei sie haßt - und Sie nun Einwohnern für einen 20 Jahre alten Lärmschutzwall teure Rechnungen schicken?
Vielleicht sollten Sie Ihre Homepage wieder online stellen. Ich vermisse sie, mit ihrem einzigen Update das da besagte: ‘Ich habe gewonnen - ich bin der neue Bürgermeister!’