Mark's Block

Vom WorkFlow zum WorkStow…

Juni 1, 2010 um 5:05 Uhr

… ist es nur ein ganz kleiner Schritt.

Früher, als ich anfing zu arbeiten… da hat man noch 80% der Zeit gearbeitet (ok ich geb’s ja zu, das ist geschönt, die “Meetings” und “Arbeitsgruppen” (Ha, ein weiteres Oxymoron) sind da mit eingerechnet), 15% mit Bürokratie verbracht und 5% mit Kaffee oder Zigarettenpausen.

Heute, nur zwölf Jahre später, verbringt man 60% der Zeit mit Bürokratie (da sind keine Meetings eingerechnet…) immer noch 5% mit verschiedenen Nebenpausen und/oder Gymnastik und 35% mit Arbeiten.

Ich weiß nicht ob das eine Folge der Jobdescription ist, die heute ja immer irgend eine Form von “Manager” oder “Management” beinhaltet… oder ob es das grundsätzliche Problem der IT ist, die heute ja keine Anwenderprobleme mehr löst, sondern immer neue generiert und sich damit den Job irgendwie selbst erhält.

Anbei ein typisches wenn auch stark vereinfachtes Beispiel des elektronischen WorkFlows - wenn, sagen wir mal… der Akku am drei Monate alten Laptop plötzlich nicht mehr als solcher arbeitet, da er beschlossen hat das Ende seines Lebenszyklus einzuleiten und die Spannung nur noch maximal fünf Minuten aufrecht erhält, bevor er einfach abschaltet und die Leistung verweigert.

1.) Otto-Normal Anwender wendet sich an seine örtliche IT Abteilung um den defekten Akku des 3-Monate alten Laptops zu reklamieren

2.) Otto-Normal Anwender bekommt eins auf den Deckel, weil er die örtliche IT nicht zu belästigen hat, sondern sich an den “International Helpdesk” wenden muss.

3.) Drei durchwühlte Schreibtische später hat der ONA dann die Telefonnummer lokalisiert, die der internationale Helpdesk hat und ruft dort an. In meistens halbwegs verständlichem stark osteuropäisch akzentuiertem Deutsch erfährt der ONA, dass er bitte per Email ein Ticket erstellen soll.

4.) ONA startet seinen Standard-Lotus Notes Mail Client der vorletzten Generation und findet nach einigem Probieren die richtige Emailadresse des internationalen Helpdesks für seinen Standort, nimmt diesen in die Favoriten im lokalen Adressbuch auf und schreibt den Schreibtisch in Osteuropa mit seinem Problem an. Nach einem PC Reboot mit eingestöpseltem Netzteil, da der Akku leider plötzlich den PC abgeschaltet hatte, klappt diesmal auch das Absenden an die gespeicherte Favoriten-Email des Helpdesks.

5.) ONA erhält eine automatisch generierte Email, die ihm verspricht, dass sein Problem in den nächsten 90 Tagen gemäß dem vereinbarten Service-Level-Agreement bearbeitet wird und ein Ticket erstellt wurde.

6.) Nach nur 14 Tagen erhält ONA eine Email, welche ihm freudestrahlend mitteilt, dass sein Ticket soeben erfolgreich geschlossen wurde, da er sich im falschen Workflow befände und statt einem Ticket im Online-IT-Service-Und-Scheißdreck-Shop namens “Fessel-IT” einen Ersatz-Akku beantragen soll.

7.) ONA befragt im Durchschnitt 3,14 Kollegen nach dem Link zum Intranet Tool “Fessel-IT”. Nach ca. 2 Stunden kramt irgendeiner der Kollegen den Link aus seinen 127 firmeninternen Tools und Workflow-FavoritenLinks und leidet mit dem ONA zusammen weiter.

8.) ONA hat die Fessel-IT Seite in seinem Windows Internet Explorer 7.x aufgerufen und nach einigen Updateversuchen eingesehen, dass die grausame Darstellung der Seite im Style “1810 war alles grau und homogen” nicht am fehlenden Firmenstandard Internet Explorer 8.x (der sich aufgrund der Update-Gruppenrichtlinien nicht installieren ließ) liegt, sondern tatsächlich so “altbacken” auftritt. ONA scheitert jedoch am Login, da er seine Personal Universal User ID nicht kennt.

9. Der gute und geduldige ONA hat nach weiterem Browsing im Intranet irgendwann den Link auf das Internationale Telefonbuch gefunden, welches zu jedem Namen auch die UUID anzeigt. Mit Hilfe seiner UUID und seiner internen Emailadresse aus Lotus Notes war er schließlich nach einem halben Tag probieren in der Lage über eine “Passwort generieren” Webseite, welche zum Glück von Fessel-IT aus verlinkt war - ein Passwort zu erstellen und in seiner Lotus Notes SPAM-Inbox zu finden und sich einzuloggen.

10.) ONA hat im Fessel-IT Online Produkt & Service Katalog jegliche Schreibweise von Akku und Laptop samt “erweiterter Suche” ausprobiert, aber leider kein Produkt gefunden.

11.) ONA schreibt an die in den Favoriten des Adressbuchs hinterlegte Emailadresse des International Helpdesk eine Nachricht, mit der Frage, wo denn ein Zusatz oder Ersatzakku in Fessel-IT Online zu finden sei.

12.) ONA erhält eine automatisch generierte Email, die ihm verspricht, dass sein Problem in den nächsten 90 Tagen gemäß dem vereinbarten Service-Level-Agreement bearbeitet wird und ein Ticket erstellt wurde.

13.) Nach sieben Werktagen beantwortet ihm jemand sein Ticket (und schließt dieses sofort) mit dem Hinweis “D630″ in der Suche einzugeben.

14.) ONA loggt sich erneut in Fessel-IT ein und erhält nach Eingabe von “D630″ in der Suchmaske tatsächlich drei Produkte. Einen Standardakku, einen Zusatzakku und ein Netzteil. Er beschließt den Standardakku auszuwählen und schafft es nach einigem “googeln” und “probieren” und dem Deaktivieren des Popup-Blockers diesen in seinen Warenkorb zu platzieren. Überglücklich schließt er alle Fenster mit “Ok” und loggt sich aus.

15.) Ca. drei Wochen später beschließt ONA einmal den Status zu überprüfen, kann in Fessel-IT aber nirgendwo seinen Auftrag wiederfinden.

16.) ONA schreibt an die in den Favoriten des Adressbuchs hinterlegte Emailadresse des International Helpdesk eine Nachricht, mit der Frage, wo er in Fessel-IT den Status seines Auftrages einsehen kann, denn nach der knappen Beschreibung die er irgendwann von einem Kollegen erhalten habe, müsse jeder Auftrag vor der Ausführung genehmigt werden… und er wolle einmal nachschauen wo es klemmt.

17.) ONA erhält eine automatisch generierte Email, die ihm verspricht, dass sein Problem in den nächsten 90 Tagen gemäß dem vereinbarten Service-Level-Agreement bearbeitet wird und ein Ticket erstellt wurde.

18.) ONA erhält nach nur vier Tagen den Hinweis, dass er keine Aufträge in Fessel-IT vorliegen hat.

19.) ONA fängt langsam an zu verzweifeln und fragt sich wieder einmal durch 3/4 seiner Abteilung und erfährt schließlich, dass man nach dem Einfügen in den Warenkorb die Fenster nicht mit “Ok” schließen darf, sondern in einem der PopUp Fenster nach unten scrollen und den Button “Auftrag absenden” anklicken muss - und anschließend erst das Fenster mit “OK” schließen darf. Leicht frustriert wiederholt ONA Schritt 14 - und kann im Anschluss tatsächlich einen Status einsehen. In der Statuskette muss sein Vorgesetzter den Auftrag bestätigen, bevor er weitergeleitet wird. Da inzwischen nur noch ein Arbeiten an der Docking Station möglich ist, schreibt er seinem Vorgesetzten eine Email mit der Bitte den Auftrag zeitnah zu bearbeiten.

20.) Der Vorgesetzte ruft den ONA an und fragt nach, was er denn für 102,- Euro kaufen möchte, da er nur die Summe, aber nicht die Ware sehen könne. Nach einem klärenden Gespräch setzt der Vorgesetzte den Status auf “Genehmigt” und ONA kann online verfolgen, dass nun der Abteilungs- bzw. Kostenstellenleiter den Vorgang genehmigen muss.

21.) Nur zwei Werktage später ist der Workflow einen Schritt weiter und nun bei einem Kollegen aus dem Controlling, der noch am gleichen Tag ebenfalls seine Genehmigung erteilt, aber die falsche (weil fehlende) Kostenstelle anmahnt.

22.) Ein Telefonat mit dem Controller ergab, dass ONA gar keine Kostenstelle eingeben kann, sondern diese im System hinterlegt ist. Der Controller plant ein entsprechendes IT-Ticket zur Korrektur abzusenden.

23.) Die outgesourcte IT Abteilung genehmigt nun ihrerseits den Vorgang in Fessel-IT und leitet den Auftrag an ihren IT Einkauf weiter.

24.) Sechs Wochen später erhält ONA einen Anruf aus dem Wareneingang, ein Packet von DELL sei eingetroffen. Freudestrahlend nimmt er wenig später selbstständig den neuen Akku in seinem Latitude D630 in Betrieb.

25.) Vier Wochen später erhält der ONA eine Rechnung von DELL über 102,- Euro. ONA gibt diese irritiert bei seiner Assistentin ab.

26.) Per Hauspost ist die identische Rechnung erneut im Posteingang von ONA, diesmal mit dem freundlichen Vermerk sie zu kontrollieren und abzuzeichnen. ONA tut dies und leitet sie erneut an seine Assistentin weiter.

27.) Nach weiteren vier Wochen wird der ONA vom Controlling per Email angemahnt, dass er im “electronical WorkFlow” noch nicht reagiert habe und die offene(n) Rechnung(en) nicht bezahlt werden können. ONA sucht und fragt sich durch die Abteilung und findet schließlich im SPAM Ordner eine Mail von einer Datenbank mit einem Link auf sich selbst - hinter der sich tatsächlich eine Rechnung als PDF verbirgt.

28.) ONA studiert die 45 Seiten lange Anleitung und ist schließlich genau so schlau und ratlos wie nach dem ersten Öffnen der Datenbank, welche noch nicht einmal ein Passwort zum Login wollte. Die Rechnung entpuppte sich als die von ONA unterzeichnete, eingescannte Rechnung von Dell über einen Akku. Da die Abwicklung des “electronical WorkFlow” ein Rätsel zu bleiben scheint, die Rechnung selbst aber in Ordnung zu sein scheint, bestätigt der ONA einfach alle aufkommenden Fragen und trägt als “Approver” seinen Kostenstellenleiter ein, der schon beim Bestellvorgang in Fessel-IT in der Ablaufkette stand.

29.) Der Kostenstellenleiter approved den WorkFlow im aktuellen Vorgang und gibt die Rechnung an Controlling zur Bezahlung frei. Anschließend bestellt er den ONA zu sich ins Büro und stellt ihn zur Rede, warum er für 102,- Euro einen neuen Akku kauft, wenn der andere doch nur 3 Monate alt war und danach offensichtlich defekt. Dies müsse über ein “Incident-Ticket” als Garantiefall geregelt werden, denn dann wäre der Austausch der Hardware kostenlos und es fallen keine Servicegebühren in Höhe von 90-120 €uro je Ticket an.

30.) ONA versucht bis heute herauszufinden, wie der Incident-Prozess genau aussieht und welchen Abläufen und Schritten er dabei folgen muss. Alles was er finden konnte beginnt mit “Schreiben Sie eine Email an den International IT Helpdesk…”

Gott sei dank ist heute alles so schön schnell und effizient.
Kein Herumgerenne mit ausgedruckten Materialanforderungen und Bestellungen mehr, die man erst von zwei Leuten unterschreiben und genehmigen lassen musste, bevor man sie in den Posteingang des Einkaufs legen durfte. Heute geht alles vom eigenen Schreibtisch in elektronischer Form und für jedes Problem gibt es ein passendes Tool…

Facebook: Es ist kostenlos und jeder kann beitreten…

Mai 26, 2010 um 12:45 Uhr

…jeder, außer mir.
Facebook Fail

SKV Hainhausen: Wenn der Vorstand tagt, sind (zahlende) Gäste in der Gaststätte unerwünscht.

Juli 1, 2009 um 9:01 Uhr

Die Gaststätte der SKV Hainhausen (Rodgau) besticht seit nunmehr 21 Jahren immer wieder mit ausgezeichnetem Essen und gutem Servicepersonal. Eine Gaststätte, die schon lange nicht mehr nur als Geheimtipp gilt, da auch die Preise dort erschwinglich sind und somit ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis bieten. Bis heute war ich auch immer hochzufrieden… aber an meinem Geburtstag musste ich nun erschreckendes lernen: Wenn der Vorstand des SKV Hainhausen tagt, sind Gäste in der Gaststätte unerwünscht.

Eigentlich wollte ich gemütlich meinen Geburtstag beim wie gewohnt ausgezeichneten Essen in der SKV Gaststätte ausklingen lassen. Nachdem ich aufgrund einer Klausur in der Universität leider heute keine Feier veranstalten konnte, sollte das ausgezeichnete Steak dem Abend doch noch einen besonderen Ausklang verschaffen.

Leider tagte auch gerade der Vorstand des SKV Hainhausen, welcher anscheinend keine weiteren zahlenden Gäste für seinen (unschuldigen) Pächter während einer Vorstandssitzung wünscht.
In all den Jahren, in denen ich regelmäßig essen gehe, ist es mir noch nie passiert, dass ich ohne jegliche Warnung oder Hinweis -oder einer freundlichen Bitte- aus heiterem Himmel angebrüllt wurde, den Saal zu verlassen.

Wir haben hier heute eine Sitzung, seid gefälligst leise oder geht raus!”

Und das, in einem gebrüllten Tonfall, der mich zum sofortigen Vereinsaustritt bewegt hätte, wäre ich dort ein Mitglied.

So nahm es mir nur die noch zu treffende Entscheidung ab, der Schützenabteilung des Vereins beizutreten, oder Mitglied in einem gänzlich anderen Verein zu werden. In dieser Hinsicht also ein Dankeschön an den Vorsitzenden, denn der Fisch fängt bekanntlich am Kopf zu stinken an.
Wir saßen zum Zeitpunkt des Überfalls zu zweit an unserem Tisch im “Raucher Kolleg” und unterhielten uns in normalem Ton - in einem Kolleg, der nicht als “reserviert” oder belegt gekennzeichnet war.
(Dummerweise waren wir aus der Terrasse nach drinnen gewechselt, da es anfing zu tröpfeln… Andererseits bewahrte mich das Schicksal so davor, hier samt meinem Bruder zahlendes Vereinsmitglied zu werden. Aus dieser Sichtweite also danke schön.)

Da mein Bruder und ich im Gegensatz zum Vereinsvorstand über eine etwas sozialere und menschenfreundlichere Erziehung verfügen, sind wir auch tatsächlich ohne etwas passendes zu erwidern zurück auf die Terrasse gewechselt. Hauptsächlich allerdings dem Pächter zu Liebe. Wäre es ein mir fremdes Lokal gewesen, - und der Schreihals wäre mir auch dort als Vorstand des Vereins dem das Lokal gehört bekannt gewesen, hätte ich dieses direkt verlassen.
Eine entsprechende Beschwerde über das Verhalten des Vorstanden äußerten wir gegenüber dem Servicepersonal, was uns in kürzester Zeit die Wirtin an unseren (neuen) Tisch brachte. Sie entschuldigte sich auch vielmals - und es gab immerhin einen guten Grappa auf Kosten des Hauses.

Das Essen und der Service insgesamt war auch in der Tat wie immer ausgezeichnet, jedoch empfehle ich jedem Gast an jedem ersten Mittwoch eines Monats entweder woanders essen zu gehen, oder einfach mal mit einem laut grölenden Musikverein anzurücken.
Scheinbar scheint der “Eigner” der Räumlichkeiten nämlich neben fehlenden Umgangsformen auch keinerlei Bezug zum lebenswichtigen Tagesgeschäft des Restaurantpächters zu besitzen.

Mich wird man jedenfalls Mittwochs zu Monatsbeginn nicht mehr in der SKV Gaststätte antreffen. Zumindest nicht solange an diesem Tag dort der Vorstand tagt.

Ba ba ba Banküberfall? Heute? Wie dämlich! Wenn Du Geld brauchst, überfall nen Studenten, aber keine Bank!

Februar 26, 2009 um 11:00 Uhr

Ja genau.
Wie blöd muss man eigentlich sein, um dieser Tage eine Bank auszurauben?
Wenn es einen Platz auf der Welt gibt, an dem man mich Sicherheit keinen Cent bekommt, dann ist das in einer Bank.

Tatsächlich kenne ich etliche Studenten, die entweder im Kino oder einer Bar arbeiten, um an Freibier etwas Geld zu kommen.
Ich kann mit Sicherheit behaupten: Wenn jemand Erfahrung im Überstehen einer Finanzkrise hat, dann Studenten. Aber frag doch um Himmels Willen keinen Bänker! Die wissen nur, wie man Milliarden Verluste einfährt und welchen Anwalt man sich nehmen muss, um sein Jahresbonusgehalt trotzdem zu bekommen.


Wie dem auch sei… Ich war eine ganze Stunde zu spät im Büro heute, wegen so einem Idioten. Nein, nicht wegen einem Bänker, wegen dem Depp der eine Bank überfallen hat.
Ich wurde nämlich von der Polizei im Rahmen einer Straßensperre angehalten und aufgehalten, weil die auf der Suche nach dem Täter waren.


Vielen Dank, an diesen Vollidioten.

Ich hoffe die schnappen den Depp.

Gerade gelesen:

Dirty Money
Dirty Money
Preis: EUR 13,42 EUR

Zahnschmerzen und andere WehWehchen

Februar 13, 2009 um 4:44 Uhr

Mich gibt’s noch…

Allerdings erschlagen von Projekten und Projektchen. Furchtbar. Fast so schlimm wie Zahnschmerzen am großen Zeh.

Hin und wieder schaffe ich mein Broken English Blog - es macht halt Spaß in schlechtem und schrägen English über Amis zu lästern, denen das meistens noch nichtmal auffällt. Aber was soll’s. An ihrer Bildung liegt das bestimmt nicht. Schließlich sind sie neidisch auf die neue 2-Euro Münze (das Strichmännchen…), mit der Begründung: “Why do you have a guy throwing a frisbee on your money? That’s so cool.
Ja, sowas muss sich erstmal bis über den großen Teich herumsprechen. Neulich wurde ich noch von einem gefragt, ob Germany an der Ost- oder Westküste von Amerika liegt. Und heute kennen sie schon das neue Geld… blöde GM und Opel…

Überhaupt, dieser ganze Patriotismus da drüben. Jedenfalls bis vor Obama war das so.
Da wurde man sofort verprügelt, sobald man auch nur im beiläufigen Ansatz die Tendenz eines Hinweises auf nicht patriotische Inhalte zu erkennen gegeben hat.
Aber jetzt ist alles besser und die ersten Barack-Amtstage sprechen für sich und lassen mich hoffen. Hoffen auf bessere Zeiten und vor allem auf mehr Zeit für mich selbst.

Zum Wochenende werfe ich noch  einmal einen Blick auf die USA - und ja! Ich sehe schwarz.

Drüben im weißen Haus und damit auch hier für unsere Zukunft. Aber das ist gut so… wenn er seinen Stil beibehält wird die ganze Welt fröhlich schwarz sehen können. Schließlich wollen vor allen anderen auch die notleidenden Bänker endlich wieder schwarze Zahlen sehen. Zumindest auf ihren Bonus-Gehaltsabrechnungen für 2008 haben sie das schon geschafft.

Das kreischende Zahnmonster Gerade gelesen:
Manifest eines Optimisten.
Wider die Schwarzseher und Untergangsphilosophen.

Von Wrong Image
Release am: 2005-02-15

Weihnachten - oder Erntezeit?

Dezember 18, 2008 um 12:00 Uhr

(English Version)

Während jeder mehr oder weniger bereit für Weihnachten ist, haben einige Bauern aus meinem Bundesland ihre zweite Getreideernte des Jahres eingefahren.
Deutschland hat bloß die doppelte Größe von Wisconsin, aber der Klimawandel tritt hier trotzdem stärker auf als erwartet. Einige mutige Bauern haben in Erwartung eines weiteren milden Winters im August ein zweites mal Getreide ausgesät.
Vor fünf Monaten, haben die 70jährigen Nachbarbauern ihre Köpfe im Gelächter geschüttelt, heute schütteln sie voller Neid ihre Fäuste.
Die zweite Erntezeit in Hessen war ein voller Erfolg, während die Leute in Süddeutschland frieren und den Schnee fortschaufeln.

Ich frage mich nur, wie viele Jahre ich noch warten muss, bis ich Weihnachten feiern kann, während ich unter der Palme in meinem Garten sitze, meine sexy Badesachen trage und einen Pina Chocolada schlürfe.

Cool It: The Skeptical Environmentalist's Guide to Global Warming (Vintage) Gerade gelesen:
Cool It: The Skeptical Environmentalist’s Guide to Global Warming (Vintage)
Von Bjorn Lomborg
Release am: 2008-08-12

Die Weihnachtsmarkt Weihnachtsfeier

Dezember 17, 2008 um 12:00 Uhr

(English Version)

Heute war mein vorletzter Arbeitstag, denn aufgrund von Weihnachten ist meine Firma ab nächster Woche quasi geschlossen.
Für viele meiner Kollegen war es daher auch der letzte Arbeitstag, aber ein paar werden nächstes Jahr zurück kommen.

Während der letzten Jahre wurde meine Firma nicht unbedingt durch großartige Weihnachtsfeiern berühmt, und sie haben an ihrer Tradition festgehalten.
Alle Sommertüren der Kantine wurden weit geöffnet, so dass es keinen Unterschied mehr zwischen “drinnen” und “draussen” gab, und das während Temperaturen herrschten, die man wohl als “bestes mögliches Packers Wetter” bezeichnen könnte.

Kein Wunder, dass der erste Satz der Einladung mit so etwas wie “Zieh Dich warm an - und komm auf den Weihnachtsmarkt auf der Dachterrasse” begann.

Es gab einen Stand mit Glühwein, einen Stand mit Bratwurst, einen Stand mit Braten im Brötchen und einen Waffel-Stand. Und natürlich einige traditionell weihnachtlich gekleidete Assistentinnen, mit roten “Glabsbräu” Zipfelmützen.

Ja, es war eine richtige warme Atmosphäre, die du in jedermanns Augen sehen und zwischen dem Zähneklappern auch hören konntest. Aber hey - die Snacks und der Glühwein waren kostenlos… und jetzt… jetzt kann ich es endlich sagen: Ich habe meine persönliche Weihnachtsstimmung gefunden.
Dank unserer traditionellen Feier.

Seufz.

Gerade gehört:
Coldplay - The Coldplay Phenomenon
Coldplay - The Coldplay Phenomenon

“Expats” rangieren Deutschland als Top Ort um “Liebe zu finden”.

Dezember 16, 2008 um 12:00 Uhr

(English Version)

Expats rank Germany top place to find love

Ja, du hast richtig gelesen. Da steht “Expats”, nicht “Experts”, welche Deutschland als Toport ansehen, um seine Liebe zu finden. (Expats sind “im Ausland lebende”)
Ich lebe hier schon die meiste Zeit meines Lebens, und ich kann dir dazu nur eins sagen: Nope, nichts da, nada.
Sie liegen alle falsch. Ich habe alles mögliche gefunden, aber kein einziges Mädchen, dass von sich behaupten würde, mich zu lieben.

Auf der anderen Seite, sprechen wir über im Ausland lebende Menschen. Natürlich kann ich dann kein Mädchen finden, dass sich in mich verliebt, wenn die alle herkommen und sie mir vor der Nase wegschnappen :p
Und ich dachte bisher diese Auszeichnung ginge nach Thailand, da dort die meisten meiner Freunde ihre Frauen gekauft gefunden haben.
Hey, ich meine, es kann ja nicht ich sein, der das Problem hat (ist?). Ich bin schön, ich bin intelligent, ich bin reich, ich bin jung…

Uhm, guck mich nicht so an. Weihnachten steht vor der Tür. Verdammt, das ist doch die Zeit zum Träumen, oder nicht?

Verdammt!

Gerade gelesen:
I Am a Beautiful Monster: Poetry, Prose, and Provocation
I Am a Beautiful Monster

Ich stell’ mich tot, wenn es an der Tür schellt.

Dezember 14, 2008 um 12:00 Uhr

(English Version)

Du weißt das Santa vor der Tür steht, wenn der SPAM Level in deinem Emailpostfach in der Firma sein Jahresrekord erreicht.
75% aller Emails haben einen Titel wie “Merry X-Mas” oder “Merry Christmas” oder “Hey, nimm die blöde Fichte aus meiner Windschutzscheibe”.
(20% sind Nachrichten der IT Abteilung, das sie SPAM eingefangen haben oder einen Server neu starten müssen. In der Regel hast Du beim Lesen dieser Nachricht schon eine weitere Mail, die Dir mitteilt, dass der Server neu gestartet wurde.
DIe restlichen 5% Deiner elektronischen Post kommen dann von echten Leuten oder Kunden.)

Ich weiß nicht, ob ich es bereits erzählt habe, aber wir haben einige Studenten bei uns am Standort arbeiten. Sie kommen aus ganz Europa, denn wir haben nicht genug gebildete Leute im eigenen Land.
Manchmal schaffen sie es dich mit ihrem Dialekt oder seltsam anmutenden Kultur zu überraschen - und genau so ging es mir heute auch.


Zwischen all den X-Massenbriefen war einer dabei: Warning, Santa Claws is coming. Während die komplette christliche Welt Weihnachten mit ihrer Familie feiert und Santa die Last-Minute Geschenke verteilt, muss dieser Student nach Portugal reisen, um seinen Bruder zu treffen und seine Familie zu verteidigen:

Hi all,

I will be flying to Portugal tomorrow for the yearly defence of our home.

You see, every year there’s this evil fat guy dressed in blood red who tries to invade our house through the chimney, and me and my brother have to defend against him.

He always attacks on the 24th of December during Witching Hour (http://en.wikipedia.org/wiki/Witching_hour), coming from the skies with an evil laugh, riding a sleigh pulled by demonic reindeers who draw their power from what I can only imagine are the fears and nightmares of little children.


Arme Portugiesen. Sie müssen wirklich unartige Kinder gewesen sein.

Currently listening:
Santa Claus Is Coming to Town
By Various Artists
Release date: 2002-10-08

Der Wurst-Krieg geht nächstes Jahr weiter!

Dezember 13, 2008 um 12:00 Uhr

(English Version)

Die Schlacht um die Wurst begann bereits in 2005, als ein Gericht entschied, dass nur Metzger in München ihre selbst hergestellten Weißwürste als “Münchner Weißwurst” verkaufen dürfen. Alle anderen bayrischen Metzger dürfen diesen Markennamen nicht verwenden.
Das Patentgericht sagte, es brauche mehr Zeit, um zu entscheiden…


Die Metzgerverbände und Fleischhersteller protestierten ohne Erfolg gegen dieses Urteil. Sie befürchten, dass dieses “berühmte”  (lol?) Münchner Produkt nur noch in  lokalen Supermärkten (quasi als Einzelwurst)
oder als gefrorene Ware an den Rest von Deutschland ausgeliefert werden kann, da die wenigen lokalen Metzger den Bedarf nicht decken könnten.

Ich mag diese “Wurstschlacht” wirklich, es ist bereits die zweite von der ich gehört habe. Die erste wurde damals um die Nürnberger Bratwurst ausgetragen, welche nur dort zusammengemischt und produziert werden darf.
Ich denke, da ist kein Unteschied, verglichen mit… mit… Champagner.
Ok, abgesehen von dem Fakt, dass jeder auf der Welt gerne Champaner trinkt, was kein Pluspunkt für die Münchner Weißwürste ist, denn der Großteil der kultivierten Welt würde nichtmal die Nase an dieses Stück Fleisch halten…


Achja,… vielleicht, wenn dies wirklich zum vollen Gesetz wird, bekommen wir dann keinen “Italienischen Parmaschinken” oder “Griechischen Fetakäse” mehr im Rest von Europa… Kein schlechter Handel, wenn Du mich fragst.

Gerade gehört:
If I’m a Ham, Well You’re a Sausage
Von Don Dixon
Release am: 1996-01-15