Mark's Block

Hessen spart an der Bildung

Mai 17, 2010 um 5:09 Uhr

Dieser Titel ist weder erstaunlich - noch neu, kann man doch das Ergebnis vergangener Sparaktionen im heutigen hessischen Landtag bewundern. Ob Koch oder Ypsilanti - es ist und bleibt erschreckend beängstigend.
Natürlich kann man nicht alle Abgeordneten über einen Kamm scheren - könnte man das - hätte sich die Bevölkerung sicher schon längst schlagartig dieser Personen entledigt und sie irgendwohin, vermutlich ins bayrische Ausland abgeschoben.

Statt dessen suchen die Studenten weiterhin verzweifelt nach Möglichkeiten abseits einer Party einen Grund zu finden, nicht im Hörsaal verkümmern zu müssen. Also auf hopphopp - zum Bildungsstreik 2010.

Ja - ich war auch an der Uni in Frankfurt als diese mal wieder bestreikt wurde - und dem ein oder anderen Plakat nach zu urteilen sind einige Vertreter der Streikzunft schon seit mehreren Jahren erfolgreich dabei, ihre Bildung zu bestreiken. Von wirklich unsinnigen Forderungen bis zu peinlichen Rechtschreibfehlern war alles vertreten… aber natürlich ist die Grundaussage richtig…

2009 kämpfte man vor allem gegen die Studiengebühren - 2010 gegen die geplanten Sparmaßnahmen. Könnte man das nicht auch kombinieren? Studiengebühren komplett abschaffen - da sparen zum einen die Studenten, zum anderen müßen die Unis aufgrund fehlender Einnahmen ja auch sparen… was, wie meinen?… Verstehe ich nicht… was meinst Du mit “falscher Logik”?

Egal. Das Fazit ist doch einfach:
An unserer Bildung wird doch schon ewig gespart, die erfolgreichsten Ergebnisse vergangener Sparkurse sitzen heute im Land- und Bundestag und meinen es nur gut mit uns - und der Zukunft. Ich meine… selbst eine Andrea Ypsilanti erschafft das Oxymora neu und veröffentlicht eine “Denkschrift”. Naja, zumindest behauptet sie dass, denn veröffentlicht ist die Denkschrift nicht, aber man kann sie ja mal anfordern.

Derweil mußte ich feststellen, dass vermutlich aufgrund der Studiengebühren der ein oder andere Stuhl im Hörsaal leer geblieben ist, nicht jeder hat eben reiche Eltern… oder einen Vater, der noch nicht mindestens 2x geschieden ist und 2 Frauen und diverse Kinder per Unterhalt versorgt. Da bleibt leider nicht mehr genug Kohle hat, um auch noch ein Studium zu finanzieren.

Also lieber ein paar Milliarden mehr nach Griechenland, statt ein paar Millionen in die Bildungseinrichtungen (und damit meine ich nicht die Poststelle der BILD) zu stecken.

Nur, mal so unter uns… an WAS wollen wir denn in (Hoch-)Schulen noch sparen…?
Die Mensa ist in der Regel schon am direkten Scheideweg zum Massenmord durch Volksvergiftung, die Lehrkörper sind meist ausgelaugte Leerkörper älterer Generationen - oder in der freien Wirtschaft gescheiterte Existenzen die nun eine “Beratungs-Ich-AG” mit Lehrauftrag verknüpfen, die technische Ausstattung entspricht der letzten Austellung des Amerikanischen Historischen Museums…

Dann… bleibt für das Bildungssparprogramm 2010 wohl nur das Sparen am Lehrstuhl:

Bildungsparprogramm 2010: Der Lehrstuhl muss weg

Bildungsparprogramm 2010: Der Lehrstuhl muss weg

Hochschultag

Dezember 5, 2008 um 12:00 Uhr

(English Version)

Wohoo, ich habe es geschafft zu entkommen, indem ich die Mittagspause schamlos ausgenutzt habe. Ich bin geflohen, bevor ich zwischen hunderten von Studenten, die meine Firma eingenommen haben, verloren gehen konnte.
– Geflohen? Wovor? Ich dachte Du sitzt in Deinem Büro und verstaubst bei dem Papierkram?
Ähm… nein. Nicht im Moment.
Heute ist der “Hochschultag”.
Wir haben Studenten von drei Hochschulen, die unsere glorreiche Firma besuchen.
Und mein Beitrag -weil ein Teil von mir selbst Student ist- ist es sie herum zu führen. Ich darf ihnen erzählen, was ich den lieben langen Tag machen soll und das es super ist ich zu sein und meinen Job zu haben.
Natürlich muss ich einen dunklen Anzug und eine Krawatte tragen. Ich zeige KraftPunkte über Prozesse - und noch mehr Prozesse. Ich präsentiere meinen technischen Job in einer Art und Weise, die nur noch eine Frage offen läßt: Wo ist der technische Teil…?

Alle fünf Minuten ermuntere ich die Studenten nun Fragen zu stellen. Und das tun sie. Sie fragen eine ganze Menge. Und was denkst Du, fragen sie wohl am häufigsten?

Ja Mann, Du hast richtig gelegen. Die am meisten gestellte Frage des Tages:
Müssen Sie jeden Tag Anzug und Krawatte tragen…?

Klingt, als ob ich einen richtig interessanten Job habe, und wirklich spannende Geschichten zu erzählen…Verdammt.

The Power of Point of View: Make Your Story Come to Life Gerade gelesen:
The Power of Point of View: Make Your Story Come to Life
Von Alicia Rasley

Die Montags-Klausur

Dezember 1, 2008 um 10:12 Uhr

(English Version)

Aktuelle Stimmung: clever

Heute musste ich mich abhetzen, dass ich auch ja rechtzeitig an der Uni bin, den die erste Klausur des Semesters stand auf dem Plan.

Da ich Wirtschaftsinformatik studiere, war die Klausur heute für das Fach: Betriebssysteme & IT Netze.
Nachdem ich nun fast drei Monate mit Tanenbaum ins Bett gegangen bin, bin ich froh, dass alles vorbei ist.
Die Prüfung selbst war recht interessant. Es war die am meisten Fordernde, seid ich wieder angefangen habe die Hörsäle unsicher zu machen.
Eine recht große Anzahl von Studenten verschwand schon nach 15 Minuten aus dem Saal. Der komplette Rest schrieb bis zur allerletzten Minute. Kein einziger ist zwischen drinnen auch nur aufs Klo gegangen. Die Prüfungsfragen selbst waren weder zu schwer noch zu leicht, aber umgerechnet hatte man genau 1 Minute und 47 Sekunden pro Frage. In dieser Zeit musste man sie lesen, verstehen, nachdenken und niederschreiben - und nein, es war kein MC Test.
Ich glaube ich habe noch nie so viele Worte in so kurzer Zeit geschrieben. Ich hoffe nun mal, der Professor hat auch noch einen Doktortitel oder betreibt nebenberuflich eine Apotheke. Ansonsten kann er meine Hieroglyphen bestimmt nicht entziffern…
Übrigens,… nachdem der Test vorbei war, gab es einen gewaltigen Ansturm auf das Forum im Online Campus. Mehr Beiträge als jemals zuvor. Ich frage mich nur, warum…?

Modern Operating Systems Gerade gelesen:
Modern Operating Systems
Von Andrew S. Tanenbaum

N’ Bier für mich - n’ Bier für Dich selbst

November 19, 2008 um 9:07 Uhr

(English Version)

Immer mehr ausländische Studenten bleiben in Deutschland

Oh ja - weitere Opfer der Deutschen Braukunst.
Zumindest fällt mir kein anderer Grund ein in Deutschland zu bleiben, (Die Politik kann ja nicht mal den Gedanken wert sein) nachdem man sein Studium abgeschlossen hat. Schließlich ist das die Zeit, in der man dem Deutschen Bier verfällt.


PS: Sorry für den kurzen Block heute, ich habe wirklich eine Menge im Büro und im Augenblick in der Uni zu tun.

Gerade gehört:
German Drinking Songs
German Drinking Songs

Die University of Phoenix hat meinen Tag gerettet.

November 10, 2008 um 7:10 Uhr

(English version)

Hin und wieder, kommt es vor, dass man als Student durch das Internet surft und nach Informationen sucht.
Hin und wieder findet man dann heraus, dass jemand den man kennt aus seiner Heimatstadt nach Phoenix in Arizona umgezogen ist. Und ja, manchmal kommt es vor, dass dieser dann jemand anderen kennt, der in der Nähe von Amersfoort in den Niederlanden lebt. Und während die Welt sich weiter dreht, stellst Du fest, Du kennst den Beute-Niederländer auch.

Natürlich ist es trotzdem immer noch die Schuld des Freundes, dass er nach Phoenix zieht, aber manchmal passieren einem unschuldigen an einem Montag morgen seltsame Dinge. Es war gegen 10:30 am Vormittag, als mein Bürotelefon klingelte. Ich erkannte eine holländische Nummer (+31), dachte mir aber nichts dabei, da ich gerade mit einer holländischen Firma zusammen arbeite.

‘Oh, das ist aber eine kleine Überraschung’ entspricht daher nicht unbedingt dem was ich dachte, als ich herausfand, dass der Anrufer ein Mitarbeiter der University of Phoenix war, welcher mich aus Amersfoort in den Niederlanden anrief.

Sie haben erfahren, dass ich Student bin, der unter Umständen an einem Fernstudium interessiert ist, und auf diesem Wege einen Bachelor oder Master Abschluß machen möchte.
In der Tat bin ich grundsätzlich erst einmal daran interessiert, aber aufgrund eines kurzen Schüleraustauschs vor ein paar Jahren, weiß ich z.B. wie teuer es ist, an einem US College oder einer US Universität zu studieren - und so manchen Abschluss in Deutschland anerkannt zu bekommen.
Im Grunde bezahlt man dort die gleiche Menge an Geld für einen Kurs, wie bei uns für ein ganzes Semester. Und das mit den neuen deutschen Studiengebühren.

Daher war ich nicht besonders überrascht zu erfahren, dass ein 5-Wochen Kurs 1620,- $ kostet - und man zwischen 12.000,- und 40.000,- US$ benötigen würde um den Abschluß zu erreichen. Die Summe hängt dabei ein wenig von den Vorkenntnissen ab - und dem was man als Studienteilleistung an seine Kurse angerechnet bekommen kann.
Selbstverständlich habe ich noch mehr beim Anruf erfahren. Fakten wie, dass die UoP 200.000 eingeschriebene Studenten hat und weltweit verteilt Campus Gebäude besitzt. Allein drei in den Niederlanden. Außerdem hat auch jeder Fernstudent seinen persönlichen Berater, der einem in allen (bürokratischen?) Fragen und Problemen während dem Studium zur Seite stehen würde.

Das ist wirklich deutlich mehr, als ich vorher wußte, wobei mir die UoP keine unbekannte Größe war. Wenn Du regelmäßig TV - insbesondere amerikanische Sitcoms anschaust, lernst Du eine ganze Menge Witze über die UoP.

Danke für diesen netten Scherz, wer auch immer den Anruf möglich gemacht hat. Das hat mir den (Mon-)Tag gerettet.